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Brüderlein fein

von Felix Mitterer
Uraufführung Raimundfestspiele Gutenstein
Premiere 11.07.2019

Regie: Nicole Claudia Weber
Bühne und Kostüm: Vanessa Achilles- Broutin
Musik: Tommy Hoisa

Mit: Johannes Krisch, Anna Rieser, Larissa Fuchs, Lisa Schrammel, Gerhard Kasal, Eduard Wildner, Reinhold Moritz

Presse

ORF Kultur Montag, 8.7.2019

Klar, unsentimental, aber dennoch ergreifend werden in der Gutensteiner Produktion Raimunds psychische Verfassung und sein Leben ausgeleuchtet …

Der Standard, 15.7.2019

Im zweiten Teil des Stücks kippt das Komische in die tödliche Tragödie, die nicht mehr abzuwenden ist. Johannes Krisch brilliert, wenn er aus dem verlorenen Raimund den Herrn von Rappelkopf (aus Alpenkönig und Menschenfeind) sprechen lässt: „So leb ich zufrieden im finsteren Haus – und lache die Torheit der Menschen hier aus.“ Da ist Raimund plötzlich entzaubert. Und Gutenstein wirkt nicht mehr wie sein persönliches Paradies, sondern wie ein selbstgewähltes Exil und ein Wegbereiter für Raimunds Freitod. Chapeau!

Laurin Lorenz

Kurier, 13.7.2019

Brüderlein fein: das Leben eines tollwütenden Rappelkopfs .Felix Mitterer hat das Leben von Ferdinand Raimund zu einem Stück verdichtet … Als Nummernrevue eines turbulenten wie tragischen Lebens funktioniert der kurzweilige Abend. Weil Johannes Krisch – neben Eduard Wildner (Kaunitz) und Anna Rieser (Antonie) – brilliert: als eigensinniger, toll wütender Rappelkopf, der sich im richtigen Altwiener Dialekt in den Wahn steigert. Der Jubel gebührt ihm.

Thomas Trenkler

Kronen Zeitung, 19.07.2019

Dazu kommt noch die Inszenierung Nicole Claudia Webers, die einfach, aber treffend und präzise ist. Starke Bilder voller Poesie und Tragik! Johannes Krisch ist Raimund: ein Berserker, ein Wütender, ein Besessener. Grandios gespielt – das komplexe Innenleben Raimunds fächert er brillant auf. Ein Abend, der unter die Haut geht!

AN

mottingers meinung

Mit „Brüderlein fein“ ist Felix Mitterer eine kitsch- und klischeefreie Vita-Verdichtung Ferdinand Raimunds gelungen, die zwischen plastischen Szenen und poetischen Passagen changiert und Hauptdarsteller Johannes Krisch alle Register seines großen schauspielerischen Könnens ziehen lässt. Neben Mitterer galt ihm vor allem, der sich in gekonntem Alt-Wiener Dialekt in einen rappelkopfschen Wahn hineinwütet, der Jubel. Den die beiden Arm in Arm genossen.

Mottinger

Neue Vorarlberger Tageszeitung, 13.7.2019 

Im Theaterzelt des Festivals gab es nach der Premiere Standing Ovations, besonders für Schauspieler Johannes Krisch. Das Stück des Tiroler Autors zeigte sich als kitsch- und klischeefreie Hommage.

Wiener Zeitung, 12.7.2019

Einer der besten Dramatiker Österreichs bringt ein Stück über einen der größten Dichter, die dieses Land je besessen hat, an dessen Lieblingsort zur Uraufführung. Ein grandioser Schauspieler spielt die Hauptrolle. Was soll da schiefgehen? Das Publikum ist auf einen tollen Theaterabend eingestimmt und überschüttet am Ende, in der von Anfang an vorhandenen und wachsenden Überzeugung, einem solchen beizuwohnen, die Premiere mit Beifall …

Heiner Bobersky